AULER: Neuanfang in Themen und Personal ist nötig!

Liebe Mitglieder der FDP!

Liebe Freundinnen und Freunde der FDP!

Wir haben bei der Bundestagswahl eine Niederlage erlitten, die sehr schmerzvoll und bitter ist. Das liberale Element ist für die nächsten 4 Jahre im Deutschen Bundestag nicht mehr vertreten. Es ist eingetreten, was uns einige hämisch gewünscht haben, die meisten von uns aber nicht damit gerechnet haben: Wir sind an der 5-Prozent-Hürde gescheitert!

Ich danke allen Wahkämpferinnen und Wahlkämpfern für das engagierte Eintreten der liberalen Sache. Kandidatinnen und Kandidaten sind mit vielen Freunden monate- und wochenlang durch unser Land gefahren und haben für die FDP gekämpft. Dafür danke ich allen im Bezirk Eifel-Hunsrück.

Ihr Engagement war aber nicht umsonst. Sie haben sich eingesetzt und wir alle waren zum Schluss gegen die Stimmung „gegen Berlin“ machtlos. Sie haben deshalb nicht umsonst Zeit und Geld geopfert, weil die Kandidatinnen und Kandidaten vor Ort mit ihren Teams eher Vertrauen gewonnen haben. Das lässt für mich folgerichtig den Schluss zu, dass Sie vor Ort nichts falsch gemacht haben.

Die Devise muss jetzt deshalb heißen:

Wir machen weiter, aber durch einen Neuanfang! Nicht einfach „weiter so“, sondern ein echter Neuanfang. Wie kann dieser Neuanfang aussehen? Einen Teil spüren wir schon jetzt:

Die Bundes-FDP muss sich personell neu aufstellen. Der Bundesvorsitzende und der gesamte Bundesvorstand stellen ihre Ämter zur Verfügung. Auf einem Bundesparteitag, vermutlich im Dezember, wählen wir unsere Parteiführungskräfte neu.

Wir haben uns im Land, im Bezirk, in den Kreisen, Stadt-, Amts- und Ortsvertbänden nichts zu schulden kommen lassen. Unsere kommunalen Mandatsträger genießen bei der Bevölkerung vollstes Vertrauen. Wir haben vor Ort kein Vertrauen verspielt!

Wir müssen uns in der FDP neu ausrichten. Nicht auf ein oder zwei Themen beschränken. Der Kern liberaler Politik war immer die soziale Marktwirtschaft, Landwirtschaft, Bildung, Infrastruktur, Kommunalpolitik, pp. und vor allem der Schutz der Bürgerrechte.

Wir in der FDP werden oft als „neoliberal“ beschimpft. Die, die uns so bezeichnen und beschimpfen kennen die Bedeutung des Begriffes nicht. Dabei passt er zu uns, denn wir grenzen uns durch seine Grundsätze von den Kapitalisten und den Kommunisten ab und versuchen, den Weg der „Mitte“, nämlich die echte „Soziale Marktwirtschaft“ immer weiter und immer ausgereifter, eben besser, umzusetzen und dem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel anzupassen. Wir sind nicht radikal, sondern menschennah.

Alle diese Themen müssen wir wieder besetzen und unsere Thesen und Überzeugungen nach außen tragen. Wir müssen die Menschen mit Taten überzeugen und für unsere liberalen Ziele eintreten.

Wir haben es überhaupt nicht nötig, uns nur einer großen Volkspartei anzubiedern. Wenn wir unsere Grundsätze nicht verraten und für unsere Ziele und Überzeugungen kämpfen, dann werden wir auch wieder Vertrauen gewinnen. Wir müssen uns offen zu anderen Parteien verhalten und im Fall einer Wahl schauen, wo die meisten Schnittstellen zu einer Partei sind, damit wir auch unsere Vorstellungen umsetzen können.

Auch inhaltlich stelle ich mir eine liberale Politik anders vor. Wir werden in unserem Bezirk und in den Kreisverbänden nicht einfach auf den politischen Gegner in den Medien, in Diskussionen und Veranstaltungen einschlagen. Das wäre zu kurz gesprungen. Wir müssen aufzeigen was falsch ist und dann sagen, wie wir es richtig machen würden. Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht darauf zu wissen -und sie wollen es ja auch wissen- wie man denn selbst ein Ziel verwirklichen würde. Dann werden wir Profil gewinnen!

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter, liebe interessierte Leser, wir haben in den unteren Politikebenen das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger nicht verloren. Wenn wir jetzt das umsetzen, was notwendig und erforderlich ist und dafür auch einstehen, dann werden wir den Weg zurück -nach oben- wieder schaffen.

Ich freue mich sehr auf die nächsten Monate und bin gespannt, wie wir viele Dinge umsetzen werden und freue mich auf Ideen von Ihnen, die Sie mir jederzeit mitteilen können.

Herzlichst Ihr

Thomas Auler

FDP-Bezirksvorsitzender Eifel-Hunsrück

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